Uganda – Der Spielplatz der Gorillas

Uganda Gorilla
Gorilla

Etwa 1000 Berggorillas gibt es weltweit. Kein einziger von ihnen lebt in einem Zoo! Der einzige Lebensraum der Berggorillas liegt nämlich im östlichen Afrika. Etwa 400 Berggorillas leben im „Bwindi Park“ in Uganda, der Rest von ihnen in den „Virunga-Bergen“, die sich Uganda, Ruanda und der Kongo teilen.

Wer die Prachttiere einmal live beobachten möchte, der wird sich in den Flieger nach Uganda setzen, sich in die mystischen grünen Berge begeben, um Haut an Fell Bekanntschaft mit unseren nächsten Vorfahren zu schließen. Die Gorillas aus nächster Nähe in ihrem wunderbaren natürlichen Umfeld zu erleben, zu sehen wie sie spielen, Blödsinn machen und uns Menschen einfach so unglaublich ähnlich sind, ist ein einzigartiges Erlebnis im Leben eines Menschen.

Die Ranger verbringen sogar extra mehrere Stunden am Tag gemeinsam mit den Gorillas und verhalten sich wie diese, um die Tiere an die Touristen zu gewöhnen: Blätter kauen, sich am Kopf kratzen, rumlümmeln. Dass uns von den Tieren lediglich 2 % Genmaterial unterscheiden, ist unverkennbar und trotzdem würden die Berggorillas ansonsten sofort die Flucht ergreifen.

Eine Tour im Bwindi-Nationalpark ist heiß begehrt und die Genehmigungen dafür sind rar. Für ausländische Besucher kostet diese in etwa 600 USD. Das Positive an der horrenden Gebühr: Nicht nur die Einheimischen profitieren von dem Geld, sondern es kommt auch den Gorillas und ihren Schutzparks zugute. Nur so konnten die Tiere aus der Rubrik „vom Aussterben bedroht“ in die Kategorie „stark gefährdet“ wandern.

Die Wahrscheinlichkeit wirklich Gorillas in freier Wildbahn zu sehen liegt übrigens bei fast 100 Prozent! Jede Affenfamilie bekommt nur eine Besuchsgruppe pro Tag zugeteilt und man muss schon einiges auf sich nehmen um überhaupt erst zu den Berggorillas zu gelangen. Guides mit Gewehren und Machete ausgestattet und zusätzlich etwa drei Gepäckträger führen die Kleingruppen hinauf in den dichtesten Dschungel. Ein Urwald wie aus dem „Dschungelbuch“ mit unzähligen kleinen Bächen, Ranken, Lianen und menschenhohen Farnen. Nicht selten kommt man nur mit einer Machete durch das Dickicht, Handschuhe und wasserdichte Stiefel sind für die Besucher daher unabdingbar. Zusätzlich ausgestattet mit Holzstöcken stapft man dann auf schmalen Pfaden drauf los und hofft auf baldige Sichtung der Gorillas. Doch das Ziel ist beweglich, sodass es auch passieren kann, dass man erstmal vier Stunden in der Wildnis umherspaziert. Die Natur lässt sich eben nicht planen!

Die Zeit vor Ort, ab Sichtung der ersten Gorillas, ist bei den meisten Touren übrigens aus Schutzgründen auf eine Stunde begrenzt und trotzdem schreiben alle Touristen am Ende in das berühmte Gästebuch meist nur einen Satz: „Es war unglaublich!“.

Uganda hat übrigens noch mehr zu bieten als „nur“ Gorillas: Im „Kibale Forest National Park“ kann man sich auf einzigartige Weise in die Welt der Schimpansen begeben, im „Queen Elizabeth Nationalpark“ den kletternden Löwen zuschauen oder auf einer Fahrt auf dem „Kazinga- Kanal“ die reiche Vogelwelt bestaunen.

Uganda
Schimpansen

Hier geht es zu den Gorillas und Schimpansen nach Uganda!