Der Ostseeradweg „N8“- Dänemarks längster Radweg!

Wer gerne radelt, jedoch statt Hügeln und Bergen lieber das Flachland bevorzugt, der ist an der Ostsee bestens aufgehoben. Wenngleich der Wind hier gern mal stärker weht, ist die Landschaft mit ihrer ewigen Weite einfach ganz besonders schön. Dazu die dänische Inselwelt und die Nähe zum Meer und schon ist die perfekte Kulisse für einen traumhaften Panorama-Radweg geschaffen.

Vor zwei Jahren erst ist der neue Ostseeradweg „N8“ eröffnet worden, der an den vielen Highlights der dänischen Ostseeküste vorbeiführt. Die Route führt dabei über 4 Fährlinien, 7 Inseln und 8 Brücken und kreuzt sich wie eine gemalte acht in Svendborg. Die Route des Ostseeradwegs ist bestens ausgeschildert, so muss man sich nur an die immer wiederkehrenden blauen Schilder mit der weißen 8 richten.

Die komplette Strecke umfasst in etwa 820 km mit insgesamt rund 14 Tagesetappen, die je nach Kondition des Einzelnen individuell ausgeführt werden können. Es sollten jedoch mindestens 10 Tage für den Ostseeradweg bzw. Teile davon eingeplant werden. Die Landschaft auf der Strecke ist geprägt von knallgelben Rapsfeldern, weitläufigen Weiden und Gutshöfen. Zwischendrin kilometerlange Strände, alte Hafenstädte und königliche Schlösser. Der Radweg verläuft meist meeresnah, jedoch immer naturnah und bringt einen über die Meeresbrücken von Insel zu Insel.

Der schönste Strand der Tour ist der „Marielyst“-Strand mit seinen stolzen 20 km Länge. Eines der vielen Highlights der Radstrecke ist „Sonderborg“ mit seinem schönen Schloss, die Stadt „Koldinghus“ mit der letzten königlichen Burg der Region sowie „Aabenraa“, als gemütliche Hafenstadt mit dem saubersten Trinkwasser des Landes und einem herrlichen Strand. Auch die Überquerung der Meeresenge „Kleiner Belt“ zwischen Jütland und der Insel Fünen ist ein absolutes Erlebnis.

Besonders Fünen bietet viel für Kulturinteressierte, so gibt es hier die besterhaltene Wasserburg Europas, sowie die besterhaltene Altstadt Dänemarks, nämlich „Faborg“. Die steilen Kreidefelsen der Insel Mön bilden dann das Gegenstück zu der deutschen Insel Rügen, die ins blaue Meer ragen und zugleich der höchste Punkt der Route sind.

Wer gerne einmal die dänische Interpretation vom englischen „Stonehenge“ und seinen 12 mächtigen Granitsäulen sehen möchte, der sollte auf der Insel Lolland einen Stopp einlegen. In Nyborg wartet dann in der kleinsten Brauerei Dänemarks noch ein kühles Bier und auch in den vielen anderen netten Städtchen der Strecke wird einem immer etwas geboten.

So wird Handel, Handwerk und Fischerei hier noch richtig gelebt und auch der Begriff „hyggelig“, den es nur in Dänemark so gibt und für den es auch keine direkte deutsche Übersetzung gibt, ist überall spürbar. Er umschreibt die ganz besondere Form der dänischen Gemütlichkeit, sei es durch schöneDekoration oder durch die dänische Herzlichkeit und das Beisammensein von Freunden und Familie.

Egal ob man die volle Strecke geschafft hat oder nur einzelne Etappen, man wird eines ganz sicher wollen: Wiederkommen!

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