Thailand Reisebericht

Thailand

Im Februar wollen wir dem deutschen Winter wenigstens für ein paar Wochen entfliehen und entschließen uns zu einem 3-wöchigen Trip nach Thailand.

Von München geht es über Abu Dhabi bis nach Bangkok. Ich bin froh über den Zwischenstopp in Abu Dhabi, denn so können wir uns ein wenig die Beine vertreten; durch die teuren Shops im Transferbereich des Flughafens in Abu Dhabi schlendern bevor es weitere 6 Stunden bis nach Bangkok geht.
Von Bangkok aus wollen wir gleich weiterfliegen bis nach Chiang Mai im Norden Thailands. Doch vorher müssen wir die Einreiseformalitäten erledigen. Eine scheinbar endlose Schlange steht an und es scheint nur ein Schalter geöffnet zu haben. Wir haben schon Bedenken, dass wir unseren Anschlussflug noch bekommen, doch dann geht es zügig voran und wir können in den Flieger steigen, der uns in ca. 1 Stunde nach Chiang Mai bringt.

Nach einigem Suchen finden wir in Gap’s House eine Unterkunft für eine Nacht. Die Holzbungalows sind wirklich hübsch und inmitten einer wunderschön angelegten Gartenanlage. Vorteil ist auch die zentrale, aber dennoch ruhige Lage. Nach einer erfrischenden Dusche wollen wir, zwar ziemlich müde, dennoch die Stadt ein wenig erkunden. In Chiang Mai gibt es über 300 Tempel, die wir natürlich nicht alle besichtigen können und wollen, aber wir bekommen einen ersten Eindruck dieser für uns doch so anderen Kultur. Abends schlendern wir natürlich durch den „Night Market“, wo es wirklich von Kleidung, Schmuck, Souvenirs über Essen alles zu kaufen gibt.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Norden mit dem Bus nach Pai, einem kleinen nur ca. 3000 Einwohner zählenden Ort. Um den Ort erheben sich sanft die Hügel oder Berge. Der Ort wirkt etwas verschlafen mit einer total schönen Atmosphäre. Ja, genau das ist es: ein paar Tage einfach nur abhängen. Die nächsten Tage unternehmen wir nicht viel, außer schlafen, essen, quatschen und eben abhängen.

Dann ist uns aber doch wieder nach ein bisschen Abenteuer zumute und wir fahren zurück nach Chiang Mai, wo wir am nächsten Tag per Flieger über Bangkok bis nach Trat reisen. Das kleine Städtchen Trat liegt ca. 390 km südöstlich von Bangkok, bereits nahe der kambodschanischen Grenze. Wir finden eine nette Unterkunft, die ein deutsch-thailändisches Pärchen leitet. Abends bummeln wir über den Night Market und zunächst gehört schon etwas Mut dazu an den offenen Garküchen etwas zu Essen zu bestellen. Für uns Europäer sieht dies alles nicht sehr vertrauenserweckend aus – aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und was soll ich sagen: es hat uns alles sehr, sehr gut geschmeckt; auch wenn wir nicht immer genau wussten, was wir da essen.

Nach einem leckeren Frühstück wechseln wir zunächst noch etwas Geld, da es auf den Inseln keine Möglichkeit wechseln gibt. Mit dem Sammeltaxi (das unser Wirt organisiert hat) geht es nach Laem Ngop, wo die Fähre nach Ko Kud ablegt. Nach ca. zwei Stunden gemütlicher Fahrt auf ruhiger See legen wir in Ko Kud an. Wir haben bereits vorher telefonisch eine Unterkunft im Siam Beach Resort gebucht und werden auch schon erwartet. Schön, diese kleinen, sauberen Bungalows fast direkt am Strand. Hier richten wir uns nun für die nächsten Tage ein. Das Meer ist wirklich azurblau, die Strände weiß und das Wasser angenehm warm. Morgens werden wir vom sanften Meeresrauschen geweckt. Viel kann man hier nicht unternehmen, aber das wollen wir auch gar nicht. Wir leben in den Tag hinein und genießen das faul sein, das gute Essen und das angenehme Klima. Wenn wir hören, dass es in Deutschland einen erneuten Wintereinbruch gegeben hat, werden wir fast ein wenig schadenfroh.

Weiter geht unsere Reise per Fähre nach Ko Mak, einer weiteren Insel auf dem Ko Chang Archipel. Hier kommen wir im einfachen, aber sehr familiär geführten TK-Huts-Resort unter und genießen weitere Tage bei den freundlichen, immer lächelnden Thais.
Im Laufe der Tage spüre ich, wie ich immer entspannter werde und die Ruhe und das Nichtstun wirklich genießen kann.
Unsere letzte Insel ist Ko Chang, nach Phuket die zweitgrößte Insel des Landes, wo wir unsere letzten Strandtage verbringen dürfen. Die Insel hat wunderschöne Strände und es gibt noch sehr viel Wald.
Via Fähre geht es zurück aufs Festland, wo wir den Bus bis nach Bangkok nehmen. Die 6-stündige Fahrt ist sehr malerisch – zu beiden Seiten der Straße gibt es dichte Vegetation.

Dann kommen wir in der Khao San Road in Bangkok an – dem Treffpunkt internationaler Traveller. Nach so ruhigen relaxten Tagen auf den Inseln fast ein Schock für uns dieses Gewimmel von Menschen, die vielen Autos und der Smog. Wir leisten uns das New Siam 2 Guest House. Hier gibt es relativ neue, komfortable Zimmer mit Bad, TV und natürlich Klimaanlage.
Nun ist die nächsten Tage doch noch etwas Kultur angesagt: mit dem Klongboot fahren wir über den Chao-Phraya-Fluss zum Wat Arun – der Tempel der Morgenröte. Die Prangs (Tempeltürme) sind mit Stücken farbig lackierten Porzellans dekoriert, die das Sonnenlicht reflektieren. Der höchste Prang ist 74 m hoch und durch enge und steile Treppen zu besteigen. Natürlich besuchen wir auch den Wat Po, der den 45 m langen und 15 m höhen mit Goldplättchen verzierten „Liegenden Buddha“ beherbergt.

Im wohl berühmtesten Tempel des Landes – dem Wat Phra Kaeo findet man den „smaragdenen Buddha“, der jedoch wohl nur aus Jade besteht. Viele Thais sitzen andächtig betend vor dem Buddha, dabei wenden sie ihre Füße respektvoll zu Seite, damit die Fußsohlen von Buddha wegzeigen. Die Statue steht in einer Halle, umgeben von einer sehr interessanten Anlage. Hier stehen Tempelwächter, Fabelwesen und es gibt beeindruckende Wandmalereien zu bewundern. Der nebenan liegende Königspalast wird heute nicht mehr als königliche Residenz genutzt und wirkt fast bescheiden neben den Anlagen des Wat Phra Kaeo.

Um in die Anlage hinein zu kommen, muss man unbedingt passend gekleidet sein: d.h. mit langer Hose oder Rock und schulterbedeckten Armen. Dies gilt übrigens für alle Tempel in Thailand sowie auch die Sitte, sich vor Betreten des Tempels die Schuhe auszuziehen.
Wir besuchen noch weitere Tempel wie den Wat Saket mit dem goldenen Chedi, von dem aus man einen ausgezeichneten Ausblick auf Bangkok hat, aber alle 400 Tempel Bangkoks schaffen wir natürlich nicht. Mich beeindruckt diese völlig andere Architektur und v.a. die andächtigen Gebete der gläubigen Thais jeden Alters, die sich durch Touristen überhaupt nicht ablenken lassen.

Dann geht es in den frühen Morgenstunden an den Flughafen, von wo wir wieder via Abu Dhabi zurück nach München fliegen.
Es liegen wundervolle drei Wochen hinter uns. Für mich war Thailand das erste Land in Asien, das ich bereisen durfte und ich kann es nur als „Einsteiger-Land“ für Asien empfehlen. Die Thais waren immer zuvorkommend, hilfsbereit und freundlich und auch wir als Frauen haben uns in keiner Situation unsicher oder bedroht gefühlt.

Thailand hat natürlich noch viel mehr zu bieten und wird mich sicher wieder sehen.

Wenn auch Sie einmal (wieder) nach Thailand reisen möchten, hier unsere Reisetipps:

Südthailand für Genießer: Natur und Baden
20-tägige Erlebnisreise

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