Gorillas – die Begegnung mit einer besonderen Art!

Gorilla Beobachtung
Gorilla

Sie werden bis zu 250 Kilogramm schwer und haben eine Armspannweite von bis zu 2,75 Metern. Trotz dieser imposanten Ausmaße gelten Gorillas als ausgesprochen sanftmütig. Sie sind reine Vegetarier und leben friedlich in kleinen Familienverbänden zusammen. In einigen wenigen Nationalparks in Uganda und Ruanda ist es möglich, Gorillas in ihrer natürlichen Umgebung hautnah zu beobachten. Ein äußerst beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis!

Die Gorilla-Populationen werden in zwei Arten unterteilt:
Westlicher Flachlandgorilla: kommt in Kamerun, Zentralafrikanischer Republik, Kongo, Gabun, Demokratische Republik Kongo und Äquatorialguinea vor. Mit nur noch etwa 95.000 Tieren ist er vom Aussterben bedroht. Von seiner Unterart, dem Cross River-Gorilla, leben nur noch 200-300 Exemplare.
Östlicher Gorilla: unterteilt in Flachlandgorilla und Berggorilla, lebt er nur im Osten der Demokratischen Republik Kongo, der Berggorilla auch in einigen Gebieten von Ruanda und Uganda. Der Bestand der Flachlandgorillas wird auf 3000 – 5000 Exemplare geschätzt, der des Berggorillas sogar nur noch auf 700 Tiere. Beide sind also stark vom Aussterben bedroht.

Die größten Bedrohungen für die Gorillas sind die Wilderei und Krankheiten wie Ebola. Zusammen haben diese beiden Bedrohungen einen Bestandsrückgang der Art um etwa 60 Prozent allein in den letzten 20 bis 25 Jahren verursacht. Daneben gefährdet auch die Zerstörung ihres Lebensraums die Gorillas. Der WWF fürchtet, dass die Gorillas in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein könnten, wenn das gegenwärtige Ausmaß an Wilderei und Lebensraumverlust nicht drastisch reduziert wird.
(Quelle: WWF: Artenlexikon)

Gorillas gelten ebenso wie Schimpansen als sehr intelligent und sozialkompetent. Beobachtungen haben gezeigt, dass Sie Werkzeuge benutzen können um Probleme zu lösen. Sie kennen die Wirkung verschiedener Pflanzen und nutzen sie gegen Krankheiten und Parasiten. Ebenso wurde beobachtet, dass sie sich bei Verletzungen gegenseitig helfen und sich auch um die Jungtiere anderer Weibchen kümmern. Gorillas kommunizieren mittels Mimik, Lauten und Gesten. Wenn sich die Gruppe bedroht fühlt, stellt sich das dominante Männchen unmissverständlich auf die Hinterbeine und trommelt mit den Fäusten auf die Brust.

Bis zu 25 Kilogramm Blätter muss ein ausgewachsener Gorilla am Tag fressen. Da bedarf es natürlich eines ausgeprägten Verdauungsschlafes in der Mittagspause, bevor es mit der Nahrungssuche am Nachmittag weitergeht. Gegen Abend bauen sich die Tiere ein Schlafnest in den Bäumen, das in der Regel nur einmal benutzt wird.

In Uganda und Ruanda wurden zum Schutz der letzten freilebenden Gorillas Nationalparks eingerichtet. Im Mgahinga Gorilla Nationalpark in Uganda und dem angrenzenden Volkanoes Nationalpark in Ruanda haben die seltenen Berggorillas ihr Zuhause. An den Virunga-Vulkanhängen finden sie einen Lebensraum, der sicher und geschützt ist. Im Volcanoes Nationalpark hat die Wissenschaftlerin Diane Fossey ihre Forschungen über die Gorillas niedergeschrieben.

Etwa 60 km weiter nördlich in Uganda befindet sich der Bwindi-Impenetrable-Nationalpark, in dem neben Berggorillas zahlreiche Affenarten und Schimpansen, sowie Elefanten und verschiedene Klein-Antilopen leben.

Im Kibale-Nationalpark in Uganda leben sogar 13 verschiedenen Arten von Primaten. Eine große Zahl von Schimpansen hat in diesen Wäldern ihr wichtigstes Rückzugsgebiet gefunden. Eine gute Gelegenheit, an einer Schimpansen-Wanderung teilzunehmen.

Gorillas in ihrem urtümlichsten Lebensraum zu begegnen, hautnah, Auge in Auge, ist mehr als ein Abenteuer. Es ist die unvergessliche Begegnung mit einer ganz besonderen Art!

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