Trekkingreise in Chile

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Trekkingreise Chile

Dieser Reisebericht aus Chile handelt von einer Trekkingreise in drei außergewöhnlichen Wanderregionen Chiles: dem Lircay Nationalpark, dem Laguna San Rafael Nationalpark am nördlichen Inlandeis und dem Torres del Paine Nationalpark in Patagonien. Es handelte sich um eine Pionierreise, die aus drei Trekkingetappen bestand. Im ersten Teil sollte der 3.953 m hohe Vulkan im chilenischen Nationalpark Altos de Lircay bestiegen werden. Das Gepäck, Zeltausrüstung und Verpflegung wurde mit Criollos, Arbeitspferden, befördert. Der zweite und anspruchsvollste Teil sollte die Umrundung eines Gletscherausläufers des nördlichen Inlandeises vom Lago Plomo zum Lago Leones werden. Geplant war, diese Strecke für die Zukunft als markierte Trekkingstrecke zu erschließen. Sie bot zu diesem Zeitpunkt keinerlei Infrastruktur. Es gab keine Wege und keine Pfade. Diese wurden von vorausgehenden Helfern notdürftig freigeschlagen und markiert. Die dritte und letzte Trekkingetappe diente noch zur Abrundung und war vergleichsweise ein erholsamer Ausklang im gut strukturierten Torres del Paine Nationalpark im Süden Chiles. Die Reise hielt was sie versprach: ein Abenteuertrip der beinahe schon erwartungsgemäß nicht so verlief, wie geplant…

ChileSantiago de Chile
Als wir im Flugzeug aufwachen wird es bereits hell und wir überqueren gerade die atemberaubende Andenkette. Bei unserer Landung in Santiago ist alles dicht bewölkt. Im Hotel werden wir mit Kaffee und Keksen aufgepäppelt bevor es eine Stadtführung gibt. Die Reiseleiterin weiß viel zu erzählen, auch wenn die Großstadt nicht sehr viel hergibt. Wenigstens können wir uns so ein wenig die Füße vertreten. Schon ziemlich ausgehungert erreichen wir nachmittags endlich den Fischmarkt, wo wir ein üppiges Fischgericht bekommen und viel Spaß mit den Fischhändlern haben.

 

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Fischhändler in Santiago de Chile

Talca
Wir fahren Richtung Süden nach Talca. Bevor wir dort die hübsche Lodge beziehen, wird uns noch ein riesiges Steak aufgetischt. Sonst passiert heute nicht viel. Ein bisschen packen hier, ein bisschen organisieren dort und große Spannung, was uns in den nächsten Tagen erwartet.

 

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Lagerfeuer

Trekkingtour im Talca Naturreservat
Am Morgen fahren wir zum Eingang des Talca Nationalparks. Die Gauchos in Beinschonern aus Hammelfell und gesporten Stiefeln mit ihren Criollos erwarten uns bereits. Für das Verladen des Gepäcks auf die Pferde brauchen sie zwei Stunden. In der Zwischenzeit wandern wir schon mal los durch schöne Rotbuchenwälder, immer wieder mit Blick auf die schneebedeckten Berge der Umgebung. Wir gehen langsam und machen viele Pausen in denen uns der lokale Guide Vorträge hält. Nach 3 Stunden tut sich vor uns ein gewaltiger Canyon auf. Wir steigen ab, bis wir den Fluß am Boden des Canyons erreichen. Es ist schon spät und wir beschließen, hier zu campieren. Wir tragen Feuerholz zusammen und wärmen uns am Feuer.

 

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Descabescado Grande 3.951 m

Descabezado Grande Vulkan
Die Nacht war kalt. Auf dem Zelt ist eine dünne Eisschicht. Das Wetter ist super, die Sonne scheint warm. Wir laufen am Fluß entlang, den wir einige Male durchqueren müssen. Nach zwei Stunden machen wir eine Pause. Ab hier wird es steiler, hinauf auf einen Lavastrom, zwischen zwei schmalen Muränen durch. Wir erreichen das Ende des Lavastroms und erblicken den Descabezado Grande. Leider bleibt uns nicht die Zeit, diesen wie ursprünglich geplant zu besteigen und so bleibt es nur beim Blick auf den mächtigen Vulkan mit über 3.951 m Höhe.

 

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Flußdurchquerung

Ufo-Landeplatz
Am Morgen ist große Packaktion. Das Lager wird abgebrochen und wieder alles auf die Pferde verladen. Wir gehen den selben Weg, den wir gekommen sind zurück und steigen wieder 700 Hm auf zum Canyonrand. Kurze Zeit später erreichen wir unseren Mittagsrastplatz des ersten Tages. Von hier soll es noch auf einen Gipfel weitergehen auf dem es einen „Ufo-Landeplatz“ gibt. Am Nachmittag finden wir einen schönen Lagerplatz im Wald, wo wir unsere Zelte aufschlagen.

 

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Zeltlager in Chil

alternative Gipfelbesteigung
Erst einmal steigen wir sehr steil durch dichten Wald auf bis es später über offenes Gelände und im weiteren Verlauf über Schneefelder zum 2.500 m hohen Gipfel geht. Beim Abstieg kreuzen wir den selben Berg, auf dem die Gruppe gestern schon war. Na zum Glück bin ich da nicht mitgegangen, zweimal hintereinander muss ich nicht auf den selben Berg. Trotzdem ist die Stimmung in der Gruppe gut und wir haben viel Spaß. Im Vergleich zur ursprünglich geplanten Besteigung des Vulkans ist dies hier ja nur ein entspannter Spaziergang.

 

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urige Unterkunft in Chile

Talca
Wieder ist es ein schöner, warmer Tag. Wir brechen das Lager ab und bepacken die Pferde bevor wir los marschieren zum Eingang des Lircay Nationalparks. Dort werden wir abgeholt und zurück nach Talca gebracht. Die Lodge ist ausgebucht und es gibt erst einmal ein bisschen Aufregung. Wir werden in der Nachbarschaft in ein klitzekleines Holzhäuschen gepfercht. Aber es ist nett und liebevoll eingerichtet. Wir haben Zeit, die Wäsche zu waschen und werden am Abend mit Lasagne und Rotwein verwöhnt.

 

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Vulkan Osorno Puerto Montt

Puerto Montt
Heute soll die Reise weiter gehen Richtung Süden. Aber erst einmal müssen wir 3 Stunden zurück nach Santiago zum Flughafen fahren. In Puerto Montt ist ein Zwischenaufenthalt geplant. Wir beziehen ein Hotel in der Innenstadt und fahren dann mit einem neuen lokalem Guide zu einem späten Mittagessen in ein wunderschönes Restaurant. Es ist bereits 17:00 Uhr als wir mit dem Mittagessen fertig sind und so bleibt nicht mehr viel Zeit, sich die Stadt noch anzusehen. Der Fischmarkt ist schon ziemlich ausverkauft. Wir flanieren noch ein bisschen durch die Einkaufstraßen und dann geht es schon wieder zum Abendessen.

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Terra Luna Lodge am Lago General Carrera

See General Carrera
Wir fliegen nach Balmaceda, wo uns eine 6-stündige Busfahrt zur Terra Luna Lodge am General Carrera See bevorsteht. Dabei durchqueren wir wunderschöne Landschaft.  Wir sind sehr beeindruckt von der Vielfältigkeit. Es ist schon recht spät, als wir die Terra Luna Lodge erreichen. Erst einmal die Zimmer zuordnen und das Gepäck neu sortieren. Dann gibt es eine Besprechung, in der uns der Chef der Lodge und der Erfinder der bevorstehenden Trekkingetappe, über die nächsten Tage aufklärt. Er sei erst vor ein paar Tagen über den Pass geflogen und dort liegt noch viel Schnee, sagt er, ca. 4-6 Meter. Das würde die Bedingungen erschweren und es könnte hart werden. Er gibt uns aber Schneeschuhe mit – für alle Fälle. Außerdem hätten wir damit zu rechnen, dass wir ein oder mehrere Lager im Schnee errichten müssten. Ach ja, und das versprochene Boot kann leider nicht fahren, da gestern bei der Fahrt die Schiffschraube beschädigt wurde. Wir müssen also unser Gepäck selbst tragen. Die beiden versprochenen Träger übernehmen die Gruppenausstattung, Seile etc. so dass wir unser eigenes Gepäck und Verpflegung komplett selbst tragen müssten. Ich bin etwas ratlos – davon war nie die Rede gewesen. Im Anschluß an diese ernüchternde Besprechung wird dann noch die Verpflegung auf die Teilnehmer aufgeteilt.

 

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Trekkingverpflegung

Trekkingtour am nördlichen Inlandeis im Laguna San Rafael Nationalpark
Wir müssen schon sehr früh aufstehen und warten dann jedoch verzweifelt auf unser Frühstück. Weil es sehr sparsam ausfällt und alle hungrig auf den Tisch starren, spendieren wir unsere Wurst aus der mitgebrachten Trekkingverpflegung. Warten gehört inzwischen zur Tagesordnung – oder soll es uns die Hektik unseres Alltags in Deutschland abgewöhnen? Der Wettergott ist uns jedenfalls gut gesinnt. Zuerst werden wir Fahrzeugen zum Lago Plomo gebracht und auf Boote umgeladen, die uns zum anderen Ende des lang gezogenen Sees bringen. Gegen Mittag geht die erste Trekkingetappe endlich los. Über Stock und Stein, hinauf und hinab, durch dichten Wald und Sumpf zieht sich die Strecke entlang einem breiten Gletscherablauf. Oft müssen wir auf wackeligen Brücken aus Ästen oder Wurzeln Bäche überqueren. Nach 4 Stunden erreichen wir die Hütte eines Schafhirten. Doch dort ist noch lange nicht Schluß. Weitere 4 Stunden marschieren wir in strengem Tempo flußaufwärts Richtung Gletscher. Immer wieder müssen wir Arme des Flusses durchqueren. Endlich um 20:00 Uhr errichten wir unser Lager. Das Wetter hat gehalten. Erschöpft kochen wir Tee und unser Abendessen aus der Tüte.

 

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Flußüberquerung am Seil

Trekkingtour am nördlichen Inlandeis im Laguna San Rafael Nationalpark
Der Tag beginnt gleich mit dem nächsten Abenteuer. An einem Stahlseil, mit Bauchgurt gesichert, hangeln wir uns einer nach dem anderen über den reißenden Gletscherfluß. Bis wir samt Gepäck drüben angekommen sind, ist eine Stunde vergangen. Nun erwartet uns ein steiler Aufstieg mitten durch hüfthohes Heidegebüsch. Einen Weg gibt es schon lange nicht mehr. Zwei Helfer sind mit Motorsäge und Machete einige Zeit vor uns losgezogen und haben die Strecke notdürftig freigelegt und mit gelben Plastikbändchen markiert. Das sind unsere einzigen Hinweise. Das Wetter ist wieder superschön und wir sind trotz der großen Anstrengung guter Dinge. Wir kämpfen uns durch den dichten Urwald, klettern über querliegende Baumstämme, stolpern durch zähen Sumpf und balancieren an einer steilen Gletschermoräne entlang. Kein Weg scheint uns heute schlecht genug zu sein. Am Ende der Schlucht donnern immer wieder ohrenbetäubende Eislawinen herunter, das Dröhnen können wir schon von aller Weite hören. Irgendwann erleidet einer der beiden Träger einen Schwächeanfall und sein Gepäck wird teilweise auf den Guide und einen Teilnehmer umgeladen. Bald kommen uns die beiden Motorsägen-Buschmänner wieder entgegen und übernehmen einen Teil der Last. Am Nachmittag so gegen 16:00 Uhr erreichen wir die letzte Stelle, an der es Trinkwasser gibt und beschließen, dort das Lager aufzuschlagen. Im dem steilen Wald versuchen wir einigermaßen gerade Flächen für die Zelte zu finden. Aussicht haben wir leider keine, nur hin und wieder hören wir das Donnern abbrechender Gletscher am Berg gegenüber. Der Guide nutzt die Zeit um aufzusteigen und die weitere Strecke zu erkunden. Bei Einbruch der Dunkelheit kommt er zurück und erklärt uns, dass der Pass für uns unmöglich zu überschreiten ist. Es gäbe viel zu viel Schnee und ein Gefälle von bis zu 60 ° Neigung. Dies ist nur mit einer hochalpinen Ausrüstung zu bewältigen und für uns nicht vorgesehen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Etappe abzubrechen und die ganze Strecke zurückzugehen. Wir sind erschüttert. Auch diese Trekkingetappe soll nicht wie geplant klappen? Und dazu die Aussicht, die ganze schlechte Strecke wieder zurückgehen müssen. Der zweite Höhepunkt unserer Reise ist hinfällig und dass lässt großen Unmut aufkommen.

 

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Trekkingverpflegung in Chile

Trekkingtour am nördlichen Inlandeis im Laguna San Rafael Nationalpark
Auch heute ist das Wetter sehr gut. Nicht auszudenken, wie sich die Strecke bei Regen oder Schnee gestalten würde. Wir machen uns auf den mühsamen Abstieg durch den Urwald. Die Stimmung in der Gruppe ist gedrückt. All die Anstrengung umsonst. Wir stolpern und rutschen den Hang wieder hinunter und erreichen den Fluss, wo wir uns einer nach dem anderen wieder hinüber ziehen müssen. Unser Tagesziel ist die Hütte des Schafhirten. Hier wurde für uns heute ein Schaf geschlachtet. Dieses sieht jedoch so mager aus, dass wir trotzdem unsere Trekkingverpflegung kochen und ein wenig an den Knochen des Schafs herumnagen.

 

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Gletscherfluß in Chile

Trekkingtour zum Lago Leones im Laguna San Rafael Nationalpark
In weiteren 4 Stunden quälen wir uns aus dem mückenverseuchten Sumpf heraus, bis wir wieder den Lago Plomo erreichen. Dort geben wir unsere Schneeschuhe wieder ab und fragen uns einmal mehr, warum wir sie eigentlich auf den Berg hoch und wieder herunter getragen haben. Irgendwann werden wir in einen Unimog umgeladen und über eine abenteuerliche Strecke in das Tal gebracht, das wir eigentlich per Passüberschreitung erreichen wollten. Nach 28 km und 2 Stunden Fahrt endet die Straße und wir schlagen unser Lager auf einer Blumenwiese auf. Der Guide hat die Gelegenheit genutzt, im Dorf ein paar Bier und Steaks zu kaufen, so dass die Verpflegung sich diesmal nicht nur auf Trekkingnahrung beschränkt und der Abend am Lagerfeuer noch recht gemütlich wird. Alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

 

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Gletschersee Lago Leones

Trekkingtour zum Lago Leones im Laguna San Rafael Nationalpark
Die Mücken sind schon recht aktiv, als wir unser Lager abbauen. Heute brauchen wir nur mit Tagesgepäck loslaufen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil wir keine kleinen Rucksäcke haben. Also stopfen wir uns alles, in die Hosentaschen und marschieren los. Es ist ein schöner Spaziergang, der uns in das Tal führt zum Lago Leones, den wir nach 2,5 Stunden erreichen. Ein Flugzeug bringt uns ein Schlauchboot, das uns an das andere Ende des Sees zur Gletscherzunge bringt. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde. Von dort unternehmen wir eine beeindruckende Bootsfahrt entlang der Gletscherwand. Nun soll uns das Wasserflugzeug wieder abholen. Endlich hören wir es brummen. Wir balancieren über die Schwimmkörper des Flugzeuges auf dem eisigen Wasser und klettern in die kleine Maschine. Noch ein kurzer Rundflug über den Gletscher und schon wassern wir wieder auf dem Lago General Carrera bei unserer bereits bekannten Lodge. Wie schön sich eine warme Dusche und saubere Klamotten nach einer Woche Trekkingtour im Sumpf anfühlen.

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Wasserflugzeug

 

 

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Seenlandschaft in Chile

Puerto Natales
Heute heißt es wieder früh aufstehen. Um 06:30 fahren wir 6 Stunden zurück nach Balmacedas. Sofern wir nicht im Bus schlafen, genießen wir es, durch die schöne Landschaft gefahren zu werden. Türkisfarbene Seen, eingerahmt von schneebedeckten Bergen wechseln sich ab mit reißenden Gletscherflüssen und grünen Wiesen und Wäldern. Wieder am Flughafen nehmen wir die Maschine nach Punta Arenas und haben dann noch eine 3-stündige Fahrt nach Puerto Natales vor uns. Die Gegend hier ist vergleichsweise karg und einsam aber in seiner Art wunderschön. Wir werden in einem kuscheligen Hotel einquartiert und essen Lachs mit Knoblauch.

 

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Torres del Paine Nationalpark

Torres del Paine Nationalpark Chile
Ein weiteres Mal sind wir damit beschäftigt, für eine Trekkingetappe zu packen. Diesmal brauchen wir nur wenig Gepäck, da wir in Hütten untergebracht werden. Wir fahren Richtung Torres del Paine NP und lassen die dicken Regenwolken zurück. Die Zeit ist knapp und wir können nur einen kurzen Fotostop machen, als die bekannten Hörner auftauchen. Den Katamaran, der uns über den ersten See bringen soll, erreichen wir nur haarscharf. Nach einer halbstündigen windigen Überfahrt startet die 4-stündige Wanderung zum Grey-Gletscher. Wir schaffen es in 3,5 Stunden. Willkommen in Patagonien, hier werden wir zum ersten mal so richtig nass. Die Hütte befindet sich in 10 Minuten Entfernung von einem Aussichtspunkt mit Blick auf den tiefblauen Gletscher. Vor dem Haus treiben kleine Eisberge vorbei.

 

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Gletscherzunge im Torres del Paine Nationalpark

Torres del Paine Nationalpark Chile
Wie immer auf diesen Hütten fängt der erste schon mitten in der Nacht mit Tütenrascheln an. Nachdem nun schon mal alle wach sind, kommen wir schon um 07:30 los. Wir legen noch einen Zahn zu und schaffen die Strecke diesmal in 2,5 Stunden. Dafür können wir uns dann einen Abstecher in ein weiteres Seitental leisten. Das Wetter ist gnädig mit uns. Es ist bewölkt mit heftigen Windböen, aber es ist weitgehend trocken. Nur hin und wieder fallen ein paar Schneeflocken.

 

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Torres del Paine Nationalpark

Torres del Paine Nationalpark Chile
Die Windböen haben heute Nacht heftig an der Hütte gerüttelt. Erstaunlich, was so ein Holzhäuschen aushält. Heute steht uns eine kurze Wanderetappe bevor. Damit es nicht zu wenig wird, wird ein weiteres Seitental eingebaut. Im Camp bietet sich die Möglichkeit, einen Ausritt zu unternehmen und das lass ich mir nicht zweimal sagen. Als die Gruppe nachkommt, werden ein letztes Mal die Zelte aufgebaut und wir lassen uns im Gemeinschaftszelt mit leckerem Abendessen verwöhnen.

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Torres del Paine Nationalpark

Puerto Natales
In der Nacht hat es in den umliegenden Bergen geschneit. Das hindert uns nicht daran, einen Versuch zu unternehmen, zu den Torres aufzusteigen. Nach 3 Stunden Aufstieg durch weihnachtlichen Wald entscheiden wir umzukehren. Es macht keinen Sinn, die Sicht ist zu schlecht. Es ist schade, aber trotzdem sind wir guter Dinge und kehren beim Abstieg noch in einer Hütte ein. Inzwischen ist es richtig kalt geworden. Ein Bus bringt uns zurück nach Puerto Natales. Dort gibt es Abendessen in einem sehr schönen Lokal.

 

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Pinguin in Patagonien Chile

Punto Arenas
Für uns geht die Reise nun langsam zu Ende. Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns noch bei der Otway Pinguin Kolonie in der Nähe von Punto Arenas. Um 5 Uhr müssen wir schon aufbrechen, aber wir können während der 3-stündigen Fahrt den Schlaf nachholen. Die Pinguine sind recht zutraulich und lassen uns auf wenige Meter herankommen. Andere plantschen bei eisigem Wind im Wasser herum. Wir fliegen entlang der Andenkette zurück nach Santiago und beenden dort unseren Urlaub bei einem gemeinsamen Abendessen in einem sehr schönem Lokal.

 

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Santiago de Chile

Santiago de Chile
Der letzte Tag steht uns zur freien Verfügung. Wir dürfen ausschlafen und gemütlich frühstücken. Anschließend unternehmen wir noch einen Bummel durch die Märkte und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein letzter Blick vom St. Lucia Berg auf die quirlige 5-Millionen Einwohner Stadt und wir begeben uns zurück zum Flughafen und zum Heimflug nach Deutschland.

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