Wer braucht schon das Meer, wenn er in Laos ist?

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Laos

Eingequetscht zwischen Thailand und Vietnam, wird Laos als Reiseland gerne mal übersehen. Reisen nach Thailand und Vietnam sind allseits bekannt, Myanmar ist hoch im Kurs und Malaysia erlebt einen wahren Boom. Dabei werden die kleinsten Reiseländer oft unterschätzt und nur die fortgeschrittenen Asien-Reisenden verirren sich dorthin.

Im Gegensatz zu den Nachbarländern fehlt in Laos das Meer als Anziehungsmagnet und auch mit großen Metropolen kann der Binnenstaat nicht trumpfen. Tropische Berglandschaften und atemberaubende Wasserfälle mit Naturpools gepaart mit der „Lebensader“ des Landes, dem Fluss „Mekong“, machen dies jedoch mehr als wett. Während in Asien die industrielle Globalisierung weiter voranschreitet, scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Herzlichkeit der Laoten machen das Reisen auf eine besondere Art und Weise angenehm.

Laos Reise
Wasserfälle

Laos gilt als wahrer Geheimtipp für einen exotischen Wanderurlaub und besonders beim Trekking erlebt man das Land von seiner authentischsten Seite. Als ideales Ziel der Touren gelten der „TadSae“-Wasserfall oder auch der über 2800 m hohe Berg „PhuBia“. Man durchstreift hier die nackte Natur des laotischen Dschungels mit seinem dichten Regenwald und den vielen Bambushainen. Es erwarten einen schattige Täler, fruchtbare Reisfelder und Bananenbäume. Nicht selten lädt ein Bach oder Fluss zu einem erfrischenden Bad ein. Obwohl Laos über keine Meeresküste verfügt, lässt es sich am Ende einer Wanderreise auf den Inseln des Mekong bestens entspannen.

Buddha Statue
Buddha Statue

Natürlich hat auch Laos eine asiatische Kultur, die es zu entdecken lohnt: Die wohl schönste Stadt des Landes ist LuangPrabang im Norden am Mekong gelegen. Traditionelle Tempel reihen sich hier an französische Kolonialbauten und ergeben eine ungewöhnliche Einheit. Ein weiterer Höhepunkt sind die in Kalksteinfelsen gebauten Pak-Ou-Höhlen, in denen etwa 4000 Buddha-Figuren in allen möglichen Größen zu bestaunen sind.

Einer der berüchtigtsten Orte von Laos wiederum ist „VangVieng“. Inmitten beeindruckendster Natur liegt das kleine Dörfchen und ist vor allem durch das „Tubing“ bekannt geworden. In übergroßen LKW-Schläuchen lässt es sich hier kilometerweise entspannt den Fluss entlangtreiben. Nachdem das Ganze jedoch über die Jahre in einem Party- und Drogenhotspot geendet ist und über 20 Menschen beim Tubing ums Leben gekommen sind, schritt die Regierung ein und sorgte dafür, dass in das kleine Örtchen wieder Ruhe einkehrte. Tubing kann man nun unter strengeren Sicherheitsanweisungen immer noch ausprobieren!

Die Hauptstadt von Laos ist Vientiane, unter Insidern wird sie jedoch als die „langweiligste Stadt“ Südostasiens bezeichnet. Tatsächlich gibt es in Vientiane nur den goldenen Tempel „Pha Tat Luang“, als Wahrzeichen der Stadt und ein paar andere, kleine Tempel zu besuchen. Ein voller Tag reicht für die Besichtigungen der Stadt daher aus! Da der Mekong auf der gesamten Länge die Grenze zwischen Myanmar, Thailand und Laos bildet und es nur einer Bootsfahrt bedarf um sie zu überqueren, kombiniert man eine Laos-Reise am besten mit Thailand oder Myanmar im berühmten „Goldene Dreieck“. Auch Laos und Kambodscha lassen sich hervorragend kombinieren.

Mekong
Mekong

Verglichen mit anderen Ländern in Südostasien hat Laos kulturell vielleicht nicht ganz so viel zu bieten, doch genau dadurch können sich Reisende voll und ganz auf die schöne Natur konzentrieren und das Land ganz ohne „Kulturstress“ und trotzdem authentisch entdecken.

Unser Reisetipp für Laos:
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