Kein Urlaub ohne Koffer!

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Kein Urlaub ohne Koffer, das ist klar! Aber welcher Koffer ist überhaupt der ideale Reisebegleiter? Hartschale, Weichschale oder doch lieber eine Reisetasche oder ein Rucksack? Hier finden Sie die Antwort!

Rucksack
Rucksäcke werden am liebsten von Backpackern und Trekkingreisenden genutzt, die von Ort zu Ort reisen, viele Unterkunftswechsel haben und mit leichtem Gepäck möglichst mobil bleiben wollen.

Hartschalenkoffer
Hartschalenkoffer sind pflegeleicht und bei Verschmutzung leicht zu reinigen. Dass gerade am Flughafen mit den Koffern nicht immer zimperlich umgegangen wird ist allgemein bekannt. Shampooflaschen und Zahnpastatuben werden in Hartschalenkoffern nicht so leicht zerquetscht, so dass dem Reisenden die eine oder andere Sauerei bei der Ankunft am Reiseziel erspart bleibt. Auf der anderen Seite lassen sich Hartschalenkoffer aber nicht so flexibel verstauen und sind relativ anfällig für Kratzer und Materialbruch.

Weichschalenkoffer und Reisetaschen
Die weichen Koffer oder Reisetaschen hingegen sind nicht ganz so empfindlich für Schäden. Sie haben außerdem den Vorteil, diverse Seitenfächer für Flugdokumente und sonstige Kleinigkeiten zu haben. Zudem sind sie gegenüber der Hartschalenkoffer leichter vom Gewicht und lassen sich bei Rundreisen mit häufigem Unterkunftswechsel flexibler in den Fahrzeugen verstauen.

Kofferrollen
Egal welches Material der Koffer auch hat, Rollen erleichtern den Transport des Gepäcks ungemein. Besonders komfortabel ist eine Variante mit 4 Rollen, sodass man den Koffer gemütlich neben sich herschieben kann, anstatt ihn hinter sich herziehen zu müssen. Sollten die Rollen des Koffers übrigens ausgedient haben, ist das schon allein aus Gründen der Nachhaltigkeit kein Grund ihn gleich zu entsorgen. Mittlerweile gibt es für fast alle Modelle Ersatzrollen, die relativ einfach auszutauschen sind. Ein älteres Gepäckstück kann sogar im nachhinein noch mit Rollen ausgestattet werden.

Kofferschloss
Wer sicher gehen möchte, entscheidet sich für einen abschließbaren Koffer. Bei Vorhängeschlössern sollte man jedoch tunlichst daran denken, den Schlüssel nicht im Koffer einzuschließen. Auch Schlösser mit Zahlencodes sind tückisch. In der Entspannung des Urlaubs kann man schon mal den Zahlencode vergessen. Wichtig ist, dass der Koffer über ein TSA-Schloss (Transportation Security Administration) verfügt, welches Grenzbeamte im Flughafen im Verdachtsfall auch ohne Beisein des Fluggastes mit einem Universalschlüssel aufsperren können.

Kofferschaden beim Flug
Sollte der eigene Koffer während des Fluges tatsächlich Schaden genommen haben, muss der Schaden sofort und noch im Bereich der Kofferausgabe reklamiert werden! Hier füllt man ein Formular aus und bekommt den Zeitwert des Koffers im besten Fall erstattet. Um zu beweisen, dass der Koffer vorher noch in Ordnung war, ist es ratsam, mit einem Foto den Vorher-Zustand zu dokumentieren. Um den Wert des Koffers nachzuweisen sollte man natürlich schon beim Kauf daran denken, die Kaufquittung aufzubewahren. Nachträgliche Reklamationen von Kofferschäden sind grundsätzlich ausgeschlossen!

The worst case: der Koffer kommt nicht an
Bei Umsteigeverbindungen kann es vereinzelt vorkommen, dass ein Koffer den Anschlussflug verpasst. Manchmal werden Gepäckstücke auch irrgeleitet und begeben sich ohne ihren Besitzer auf eine kleine Weltreise. Für den Reisenden, der am Kofferband leer ausgeht, gilt erst mal Ruhe zu bewahren und wie beim Kofferschaden: sofort reklamieren. Nur so kann verfolgt werden, wo sich das Gepäck gerade befindet und wann es nachgeliefert werden kann. Für eine Erstaustattung an Kleidung, Hygieneartikeln und sonstigem Bedarf bekommt man dann ein Budget zugewiesen. Auch hier ist von Vorteil vorher zu fotografieren wie der Koffer aufgeklappt und vollbepackt ausgesehen hat. Das Budget für die Grundausstattung für die ersten Tage gilt allerdings in der Regel nur für den Hinflug. Beim Rückflug in die Heimat kann davon ausgegangen werden, dass zu Hause alles Notwendige vorzufinden ist um die Tage zu überbrücken bis der Koffer nachgeschickt wird.

Tipps und Tricks zu guter Letzt
Nicht umsonst haben 80 % der Reisenden einen schwarzen Koffer, bei dem man Schmutz nicht so sieht. Das hat natürlich zur Folge, dass auf dem Kofferband am Flughafen unzählig gleich aussehende Kofferobjekte herumfahren. Wer seinen persönlichen Koffer durch bunte Kofferanhänger oder Koffergurte markiert, wird sein Gepäck schon von weitem erkennen.

Um ohne Risiko auf der sicheren Seite zu sein, empfehlen wir eine Reisegepäck-Zusatzschutz-Versicherung abzuschließen. Beschädigung, Abhandenkommen von mitgeführtem Reisegepäck z. B. durch vorsätzliche Straftat eines Dritten, Elementar-Ereignis oder Unfall des Transportmittels sind dadurch versichert. Ersetzt wird der Zeitwert für abhandengekommene oder zerstörte Sachen und notwendige Reparaturkosten für beschädigte Sachen zu einem Wert mit Obergrenze je nach Versicherung.

Erfahrungsgemäß befindet sich im Rucksack das, was man braucht immer zu unterst. Um die Suche zu erleichtern, empfielt es sich, die Utensilien nach Themen in 3-4 Stofftaschen zu sortieren. Zum Beispiel Schlafsack, Schlafanzug, Zahnputzzeug und Taschenlampe zusammen in eine Tasche, Wanderkleidung und Wanderzubehör in eine weitere Tasche und Abendkleidung in die dritte Tasche. Auf diese Weise braucht man nur jeweils die einzelnen Taschen auszupacken und hat gleich Zugriff auf das, was man gerade braucht. Bei Trekkingreisen und Outdooraktivitäten lohnt es sich, den Rucksack innen zusätzlich mit einem Plastikmüllbeutel auszukleiden, dann bleibt auch bei schlechtem Wetter das Gepäck trocken.

Im Fall eines Kofferverlusts kann man manche Dinge nicht so schnell ersetzten oder bei Mitreisenden ausleihen – insbesondere wenn man mitten in der Nacht irgendwo ankommt. So banal das klingen mag, aber dazu gehören Unterwäsche und Zahnbürste. Deshalb ist es ratsam in bestimmten Fällen ein Notfallpäckchen für die ersten ein/zwei Tage im Handgepäck zu transportieren.

Auch weniger banale Gegenstände, die für das Gelingen einer Reise unabdingbar sind, und vor Ort nicht so leicht zu ersetzen sind, sollte man besser bei der Anreise am Körper tragen. Z. B. die Wanderstiefel für eine Trekkingreise oder die Auto- und Haustürschlüssel bei der Rückreise.

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