Königreich Kambodscha: Pagoden und Tempel!

Angkor Wat

Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, hat alles was man sich von einer asiatischen Großstadt wünscht und heißt jeden Kambodscha-Reisenden von seiner besten Seite herzlich willkommen. Die Stadt ist ideal um erstmal anzukommen und sich im Land zurechtzufinden. Man kann sich gemütlich in einer Fahrrad-Rikscha durch den bunten Stadtverkehr fahren lassen. Dazwischen knattern die Mopeds um die Wette und die typischen Tuk-Tuks bilden das klassische asiatische Stadtbild. Eigentlich der ganz normale Wahnsinn und trotzdem: Keine andere asiatische Großstadt hat so wenig Verkehr wie Phnom Penh!

So lebhaft die Straßen auch sind, Phnom Penh hat irgendwie einen ganz besonderen Charme: Die Stadt ist übersät von Straßen mit bunten Blütenbäumen! Dazu sieht man überall umgebaute Fahrräder auf denen Obst und Gemüse verkauft wird. Junge Kokosnüsse, Ananas, Mangos am Stil und frisch geschältes Zuckerrohr wird hier an Mann und Frau gebracht und die Blicke in die vielen offenen Werkstätten, Läden und Restaurants sind besser als jedes Kino.

Ein absolutes Highlight der Hauptstadt ist der berühmte Königspalast. Goldene Pagodendächer funkeln in der Sonne, jeder der 5000 Fußbodenfliesen besteht aus einem Kilo Silber, die Buddha-Statue sogar aus 90 kg Gold und ist bestückt mit stolzen 2086 Diamanten. Nicht umsonst ein absolutes Lieblingsmotiv für die Kamera! Die Kulisse wirkt fast schon surreal, der perfekte Park mit seinen Blüten, die Musik der Einheimischen und dazu die Mönche in ihren orangefarbenen Tüchern.

Eine weitere Attraktion der Stadt ist der Zentralmarkt, auf dem allerlei geheimnisvolles Streetfood serviert wird und wo die Mutigen sich kulinarisch mal richtig austoben können. Frosch- und Hähnchenspieße, Hummer und undefinierbares anderes Getier wird hier in den Garküchen gegrillt. Ein absolutes Highlight ist die „Spinnenkuschelstunde“, bei denen die Kinder die lebenden Riesenspinnen vorher vorführen, sich für Fotos sogar aufs Gesicht legen, bevor sie dann später von ihren Eltern als Snack geröstet verkauft werden.

Neben den ganzen Leckerbissen wird alles gehandelt, was man sich nur so vorstellen kann: Seide, Blumen, Schmuck, Sonnenbrillen, gefälschte Markenklamotten, Spielzeug. Die Liste ist unendlich.

Um etwas abzuschalten eignet sich eine entspannte Bootsfahrt in einer landestypischen Dschunke auf dem Fluss Mekong, einem der zehn längsten Flüsse der Welt.

Das wahre Erlebnis einer Kambodscha-Reise ist jedoch die Tempelstadt Angkor. Auch wenn heute nur noch Ruinen der etwa 1000 Tempel zu sehen sind, Angkor war vor einem Jahrtausend die größte Metropole der Welt, auf einer Fläche so groß wie Berlin und mit einer Einwohnerzahl größer als Rom. Die Ruinen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der berühmteste Tempel unter ihnen ist der „Angkor Wat“. Er ist ein Prachtstück von Ruine, drumherum sitzen lässig die Affen und schauen den faszinierten Besuchern zu. Im Tempelinneren zieht sich über 800 Meter das längste Flachrelief der Welt. Mit seinen zahlreichen Tier-, Kriegs- oder auch Geburtsszenen könnte man allein schon einen Tag nur mit Schauen verbringen.

In der Tempelstadt schlendert man gemütlich durch immer neue Gänge, Tore, geht auf Türme und über Baumwurzeln und muss fast aufpassen, dass man sich nicht verläuft. Die Tour durch die Tempelstadt ist atemberaubend, riesig und heiß! Hier sollte man definitiv genügend Zeit einplanen! Wer gerne noch mehr Kultur möchte, der reist am besten noch in die Königsstadt Angkor Thom. Auch hier ist jede Wand ein Bilderbuch.

Doch auch wer gerne in die Natur möchte, kommt in Kambodscha auf seine Kosten. Kaum besuchte Küsten, dichte Wälder mit Wasserfällen, Reisfelder und die weitläufigen Cardamom-Berge bieten Natur vom allerfeinsten!

Da Kambodscha so ein kompaktes Reiseland ist, wird es oft auch in Verbindung mit einer Reise in die Nachbarländer Laos, Thailand oder Vietnam kombiniert, um die kulturreichsten Länder Südostasiens zu vereinen.