Ecuador Reise: Zwischen Anden, Amazonas und Pazifik

Ecuador Reise
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13.10.12 Quito
Unsere Ecuador Reise kann beginnen. Gleich am Morgen fahren wir auf den Berg mitten in der Stadt zur Marienfigur hoch, die wie ein Schutzengel über Quito thront. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt – die ganze Stadt? Wohl kaum, denn Quito erstreckt sich fast 50 Kilometer lang! Danach geht es zu einem Rundgang durchs Zentrum: von Kirche zu Kirche, von Platz zu Platz. Unsere Reiseleiterin weiß genau, von welchen Punkten der Ausblick am schönsten ist. Am Nachmittag gönnen wir unseren Beinen eine Pause – die vielen Treppen auf 2.800 m Höhe und der Jetlag fordern ihren Tribut.

Ecudor Reise
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14.10.12 Quito – Otavalo
Unser erster Ausflug führt ins Pahuma-Orchideenreservat. Die Wanderung ist genau richtig für den Anfang: anfangs steil, aber gut begehbar. Der Nebelwald präsentiert sich in voller Pracht – Orchideen, Lianen und moosbewachsene Bäume überall. Mittagspicknick am Eingang, bevor wir das Äquator-Denkmal besuchen. Spannende Experimente beweisen, dass das Wasser auf der Nordhalbkugel anders abläuft als auf der Südhalbkugel – Faszinierend!
Die Weiterfahrt durch die Anden offenbart einen erstaunlichen Landschaftswechsel: tiefe Canyons, karge Hänge, aber auch fruchtbare Täler mit Rosenplantagen für den Export nach Europa. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber kurvig genug, um uns ab und zu durchzurütteln.

15.10.12 Otavalo – Ibarra – El Ángel Nationalpark
Heute geht unsere Ecuador Reise weiter in den Norden zum El Ángel Nationalpark. Die Landschaft wechselt ständig: von trockenen Berghängen mit Bromelien und Sukkulenten hinunter in grüne Täler mit Zuckerrohrplantagen. Der Markt von Ibarra ist ein wahres Farbenmeer: bunte Stoffe, Schmuck, frisches Obst und Gemüse – alles wird hier mit einem Lächeln verkauft.
Die Fahrt zum Nationalpark ist lang, die letzten Kilometer etwas holprig, aber die Mühe lohnt sich. Die Wanderung durch die trockene Páramo-Steppe ist beeindruckend: bizarre Senezienwälder, mystische Moore, versteckte Teiche und Bäche. Anfangs ein kleiner Aufstieg, der uns auf 3.000 m Höhe schnell außer Puste bringt, doch danach geht es wieder bergab. Picknick in einer sonnigen Lichtung, dann weiter durch moorigen Boden und über Stock und Stein – immer begleitet von einer atemberaubenden Canyonlandschaft.

Otavalo Markt
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16.10.12 Otavalo – Hacienda
Wir starten mit einer Wanderung am Cuy-See, dem Meerschweinchensee. Unsere Reiseleiterin sprudelt vor Wissen über Flora, Fauna und Landeskunde – so sprudelt auch die Zeit: aus 2 Stunden werden fast 3,5 Stunden. Weniger reden, mehr laufen, könnte man sagen – aber die Exkursion war trotzdem faszinierend.
Leider bleibt kaum Zeit für den berühmten Markt von Otavalo. Schöne Stände mit Stoffen, Tüchern, Schmuck, Webwaren und Musikinstrumenten müssen wir kurz durchflitzen – ich hätte hier stundenlang stöbern und mit den freundlichen Verkäufern plaudern können. Am Abend fahren wir zurück nach Quito und weiter zu unserer 300 Jahre alten Hacienda, die heute unser Zuhause ist.

Ecuador Reise
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17.10.12 Hacienda – Papallacta
Am Vormittag zeigt sich der Cotopaxi nur kurz zwischen den Regenwolken, während wir eine kleine Wanderung am See im Nationalpark unternehmen. Am Nachmittag gönnen wir uns Entspannung in den heißen Quellen von Papallacta – perfekt, um die Muskeln wieder aufzuwecken.

18.10.12 Papallacta – Urwald-Lodge
Wir verlassen die Höhenlagen über 3.000 m und setzen unsere Ecuador Reise fort. Die Straße schlängelt sich in unzähligen Kurven durch dichten Wald, an steilen Schluchten vorbei – ein wenig Nervenkitzel inklusive. Nach drei Stunden Fahrt wird die Landschaft flacher: kleine Siedlungen, Bananen- und andere Plantagen, Kühe auf den Weiden. Die Urwald-Lodge empfängt uns idyllisch, und wir werden per Drahtseil über den Fluss transportiert.
Am Nachmittag erkunden wir den Garten – Bananen, Maniok, Bohnen, Mais und andere unbekannte Gemüsesorten werden uns gezeigt. Wir trampeln eifrig darüber hinweg und ernten zusammen Maniok fürs Abendessen. Später wagen wir uns ans Goldwaschen am Fluss und probieren gegrillte Ameisen und Maden – zusammen mit Chicha-Bier. Abenteuer für Feinschmecker!

19.10.12 Urwald-Lodge
Am Morgen entdecken wir den Urwald: Unsere Guides zeigen, wie Einheimische Materialien, Kräuter, Heilmittel und Nahrung gewinnen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung – in der Hängematte schaukeln, den Dschungelgeräuschen lauschen, den Schmetterlingen hinterhersehen.

20.10.12 Urwald-Lodge
Bootsfahrt zu einem Flussmuseum, wo wir die traditionellen Fischfangmethoden kennenlernen. Danach besuchen wir das Tierreservat Amazoonico: Papageien, Affen, Tapire, Pekaris, Kaimane und vieles mehr. Nachmittags wieder Freizeit – der Dschungel ist ein perfekter Ort zum Abschalten.

21.10.12 Banjo
Heute bringt uns der Korb am Seil zurück zur Zivilisation. Doch die Rollen sind nass, der Korb will nicht! Mit vereinten Kräften ziehen wir die Gondel per Hand über den Fluss – ein kleines Workout inklusive. Später wandern wir 100 m tief in einen Canyon und steigen am Ende wieder hoch um vom anderen Ende mit einer Gondel 400 m über dem Abgrund zum Ausgangspunkt zurück zu schweben. – Nervenkitzel garantiert.

Vulkan Chimborazo
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22.10.12 Riobamba
Von 1.800 m auf 4.300 m – die Fahrt durch fruchtbares, aber steiles Gelände fordert Konzentration. Die Flüsse haben tiefe Schluchten gegraben, und je höher wir kommen, desto rauer wird das Land. Auf 4.000 m machen wir eine kleine Wanderung am Fuß des Chimborazo. Anfangs zeigt sich der mächtige Vulkan noch, dann ziehen Regenwolken auf, Graupel mischt sich ins Geschehen. Die Höhe macht uns zu schaffen – wir sind froh, wieder in Riobamba auf 2.800 m zu sein.
Die Unterkunft ist hübsch, das Essen einfach, manchmal chaotisch: Suppen nach dem Hauptgang, winzige Butterportionen, riesige Mengen Rührei. Ein kulinarisches Abenteuer für sich!

Ecuador Reise Teufelsnase
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23.10.12 Cuenca
Zum ersten Mal seit Beginn der Reise zeigt sich der Himmel wolkenlos. Wir fahren mit der berühmten Bahn an der Teufelsnase – im Zickzack geht es vorwärts und rückwärts die Hänge hinunter, ein Spaß für Groß und Klein. Im Tal angekommen, werden wir mit traditionellem Tanz und Musik begrüßt. Danach geht es unsere Ecuador Reise weiter durch die atemberaubenden Berge, durch tiefe Canyons und kleine Dörfer, bis wir schließlich Ingapirca, die größte erhaltene Inka-Festung Ecuadors, erreichen. Am Abend erreichen wir Cuenca.

24.10.12 Cuenca
Ruhetag – Zeit, durch die Altstadt zu schlendern, Kaffee zu trinken und die koloniale Architektur zu genießen.

25.10.12 Guayaquil
Der letzte Tag führt uns über atemberaubende Hochstraßen hinunter auf Meereshöhe nach Guayaquil – ein spektakulärer Abschluss einer unvergesslichen Reise durch Ecuador.

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