Bhutan und das Bruttonationalglück

Bhutan
Tempel in Bhutan

Willkommen in Bhutan, im Land des Donnerdrachen, wo das Glück der Einwohner wichtiger ist als das Wachstum der Wirtschaft. Dieses nennt man Bruttonationalglück und es ist in der Verfassung verankert. Und anscheinend wohnen in Bhutan auch die glücklichsten Menschen der Welt.

Bhutan ist ein kleines Königreich im Himalaya. Ca. 80 Prozent des Landes liegt auf einer Höhe von 2.000 Metern. Traditionen sind in Bhutan tief verankert und erst seit wenigen Jahren ist das Land für Besucher geöffnet. Noch nicht einmal seit 20 Jahren gibt es Fernsehempfang in Bhutan und auch in der Hauptstadt Thimphu setzt man im Straßenverkehr lieber auf Verkehrspolizisten als auf Ampeln. Thimphu gilt als die einzige Landeshauptstadt der Welt ohne Ampel.

Nun aber zu den Schönheiten des Landes. Auf 2.400 Metern Höhe finden wir in Westbhutan die Kleinstadt Paro mit dem einzigem internationalen Flughafen. Ich möchte, bevor ich weiter die Schätze des Landes beschreibe, kurz den Begriff Dzong erklären. Dabei handelt es sich um buddhistische Klosterburgen, aber auch die Verwaltungseinheiten werden Dzong genannt. In einem früheren Wachturm des ParoDzong, der runde Ta Dzong, finden Sie Bhutans erstes Nationalmuseum mit seiner weltberühmten Briefmarkenausstellung. Der Ausblick auf das Paro-Tal sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Das wohl berühmteste Kloster Bhutans ist das Tigernest Kloster, welches an eine Felswand gebaut ist.

Thimphu die Hauptstadt von Bhutan bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Den Thronsaal des Königs finden Sie im TrashiChhoeDzong. Es handelt sich um eine berühmte Klosterfestung und Regierungssitz. Etwas sieben Kilometer entfernt liegt der Dechencholing-Palast. Dieser Palast ist der Hauptpalast der Könige. Gebetsräder, die im Buddhismus traditionell sind, wie auch Brunnen finden Sie am Platz des Glockenturms. Hier können Sie sich auf Ihrem Stadtrundgang in einem der vielen Restaurants oder auch Cafés stärken. Ein Besuch auf dem Wochenmarkt sollte auf keinem Fall fehlen. Viele Spezialitäten des Landes werden hier feilgeboten und wir bekommen einen authentischen Einblick in die Tradition und Kultur der Bhutanesen. Ein besonderer Höhepunkt ist das im Herbst stattfindende Klosterfest Thimphu Tsechu, zu dem viele Besucher erwartet werden.

In Bumthang (Nordbhutan) befindet sich die KonchogsumLhakhang. Eine sehr alte Tempelanlage, welche durch seine gebrochene Glocke bekannt wurde. Angeblich soll sie bis im benachbarten Tibet zu hören gewesen sein. Als die tibetische Armee die Glocke stehlen wollte, ist sie leider zerbrochen.

Auch im östlichen Teil von Bhutan gibt es viel zu erkunden und zu sehen, wie die Festung MongarDzong. Eindrucksvoll ist, dass beim Bau keine Nägel benutzt wurden. Hier kann man die traditionelle Bauweise eindrucksvoll bewundern.

Aber auch kulinarisch hat Bhutan einiges zu bieten. Das Nationalgericht Ema Datsi wird aus Chili (als Gemüse) und Käse zubereitet. Dazu wird Reis gereicht. Dies ist allerdings ein sehr scharfes Gericht. Auch weniger scharfe Köstlichkeiten stehen auf dem exotischen Speiseplan – zumindest wird uns das von den Restaurantbesitzern immer wieder versichert.

Sauer macht lustig und scharf offensichtlich glücklich. Nicht umsonst hat der König von Bhutan das Glück zum obersten Ziel des Landes erkoren und mißt als einziges Land der Welt das „Bruttonationalglück“ seiner Einwohner.

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