Atlantik: Wasser und die grünen Berge

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Wandern im Urlaub ist und bleibt hoch im Kurs. Eine völlig andere Natur und Vegetation erleben, das Land von einer anderen Seite kennen und lieben lernen und einfach bei Sonnenschein in Meeresnähe vor sich hinlaufen und entspannen. Das lässt alle Wanderherzen höherschlagen! Mitten im Atlantik warten nun also einige bekanntere aber auch unbekanntere „Grüne Berge“ darauf erklommen zu werden, wobei die Auswahl hier wirklich umfangreich ist.

Kanarische Inseln
Innerhalb von 4 Stunden kann man beispielsweise auf die Kanarischen Inseln fliegen, wobei man hier zwischen Bade- und Aktivinseln unterscheiden muss. Die „grünen“ Inseln der Kanaren, welche im Übrigen trotz der Lage kurz vor der Küste Marokkos noch zu Spanien gehören, sind „La Gomera“, „El Hierro“ und „La Palma“. Sie sind geprägt von pechschwarzen Lavastränden, grünen Lorbeer-Urwäldern mit dem gewissen Dschungel-Feeling und einzigartigen Nebelwäldern.

Azoren
Fliegt man noch ein kleines Stückchen weiter, gelangt man zu den Azoren, welche noch um einiges unbekannter sind als die Kanaren. Die Azoren liegen zwar geographisch fast schon auf der Mitte des Atlantischen Ozeans zwischen Europa und Nordamerika, gehören aber offiziell noch zu Portugal. Sie sind für ihre grüne Schönheit, die Teeplantagen und ihre Caldeiras bekannt.

Kapverden
Investiert man insgesamt 6 Flugstunden kommt man zu der noch südlicher gelegeneren Inselgruppe der Kapverden. Die Kapverdischen Inseln liegen bereits auf halber Höhe des afrikanischen Kontinents und sind eine ehemalige portugiesische Kolonie. Für die Kapverden gilt der Begriff „Africa light“. Wer also gern mal von afrikanischem Spirit und Lebensgefühl begleitet wandern gehen möchte, ist hier genau richtig. Es gibt hier die zwei Inseln „Boa Vista“ und „Sal“ die einzig und allein zum Baden geeignet sind, da sie nichts besitzen außer hervorragender Traumstrände. Die restlichen 7 Inseln hingegen sind wieder rein für Naturliebhaber, ohne richtige Sandstrände dafür mit grünster Vegetation und aufregenden Bergformationen.

Egal ob Kanaren, Azoren oder Kapverden, die Inseln im Atlantik sind alle vulkanischen Ursprungs und bieten somit nicht nur eine interessante Vegetation, sondern zugleich viele versteckte Wanderwege auf ehemaligen Lavaspuren. Die Wanderwege führen nicht selten direkt entlang der Steilküsten mit phänomenalem Meerblick, begleitet von einer stetigen Atlantik-Brise und einem milden Klima. Die meisten Wanderwege sind gut ausgebaut, manche sind jedoch auch etwas versteckt. Eine vorgebuchte Reise mit persönlichem Wanderguide empfiehlt sich hier natürlich immer.
Durch die südliche Atlantiklage ist es das ganze Jahr über angenehm warm, jedoch selten unerträglich heiß. Somit lässt es sich auch ideal im Winter hin flüchten, um bei schönstem Sonnenschein ein paar ausgefallene Wandertouren zu machen. Da nicht alle Inseln einen eigenen Flughafen besitzen, kommt man oft nur mit der Fähre weiter, weshalb die Inseln aber auch noch als echter Geheimtipp gehandelt werden und wenig Tourismus aufweisen.