Der Eroberungsfeldzug der schwäbischen Maultaschen

Momo
Momo

Früher galten die Schwäbischen Maultaschen als arme Leute-Essen. Es wurden, Brot- und Gemüsereste in den Teigtaschen verarbeitet. Die schlauen Schwaben sollen sogar Fleisch im Nudelteig versteckt haben, um auch in der fleischfreien Fastenzeit in den Genuß von Fleisch zu kommen. Der Klerus sollte das natürlich nicht merken. Aus dieser Not heraus haben also die Schwaben die gefüllten Teigtaschen erfunden und in die ganze Welt exportiert. So findet man rund um die Welt in vielen Küchen dieser Erde Teigtaschen in den unterschiedlichsten Varianten:

Die Teigtaschen in Spanien, Süd- und Mittelamerika heißen „Empanadas“, und haben je nach Region spezielle Formen und Füllungen.

Wer kennt sie nicht? Die Ravioli, Tortellini und Tortelloni der italienischen Küche.

Aber auch unsere österreichischen Nachbarn haben gefüllte Teigtaschen: die „Kärntner Nudeln“ beispielsweise, die sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Zutaten gefüllt werden. Oder die „Schlutzkrapfen“ aus Tirol, die mit Pilzen, Käse oder Kräutern gefüllt und mit ausgelassener Butter und feinem Parmesan serviert werden.

In vielen Teilen Asiens sind ebenfalls Teigtaschen in den Küchen zu finden:
Jeder, der schon einmal ein chinesisches Restaurant besucht hat, kennt Frühlingsrollen oder vielleicht sogar Wan Tan-Suppe.

„Samosas“ sind Teigtaschen, die in der indischen und pakistanischen Küche zu finden sind. Oft werden Sie im Straßenverkauf frisch frittiert angeboten. Auch in Ostafrika, wo viele Inder beheimatet sind, gibt es die „Samosas“.

Bei unserer Trekkingtour in Nepal wurden uns oft „Momo“ serviert, die wir als Schwaben natürlich gleich als Maultaschen identifizierten. Eigentlich kommen sie aus Tibet, sind aber auch in Nepal und Nordindien bekannt.

„Mandu“ heißen die Teigtaschen in Korea und „Manti“ in der Türkei.

Auch unsere östlichen Nachbarn sind für ihre Teigtaschen bekannt: Pelmeni stammen wohl ursprünglich aus Sibirien, die „Piroggen“ gibt es in Polen, Russland und auch im östlichen Teil Finnlands.

Und wie sieht es in Afrika aus? Auch hier haben die Schwäbischen Maultaschen Einzug gehalten:
Im Senegal werden die Teigtaschen „Fataya“ genannt, in Tunesien „Brik“ und „Bruats“ kommen in Nordafrika auf den Teller.
Und die „Sambusas“ kommen aus Somalia, wo sie traditionell zum Ramadan oder anderen Festlichkeiten gereicht werden.

Sicherlich habe ich diverse Namen vergessen – aber auf jeden Fall läuft mir das Wasser zusammen bei diesen vielen exotischen Namen und am liebsten möchte ich gleich losziehen, um all die leckeren Teigtaschen in anderen Ländern zu kosten.

Geht es Ihnen ähnlich? Na dann mal los. Finden Sie heraus wo es noch überall Schwäbische Maultaschen gibt:

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